Samstag, 9. September 2017

Entspannungstraining

Nichts passt mehr so richtig - ich brauche eine Pause.

Aber ich kann gar keine Pause mehr machen. Wie geht das? Ich kann es nicht greifen...


Ein Artikel in der Stuttgarter Zeitung macht mich neugierig:

"Stressbewältigung: Gleichgewicht schaffen. Von Katja Gartz, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Erschöpfung. Regelmäßige Pausen, Entspannungsübungen und Absprachen mit dem Chef helfen" 


Ich erkenne mich wieder und mache spontan einen Termin bei der im Bericht zitierten psychotherapeutischen Heilpraktikerin Gabriele Kleefeld aus Stuttgart aus.

Ihre offene und herzliche Art spricht mich an, auf die 1. Sitzung folgen viele weitere. Diese muss ich zwar selbst zahlen, doch ich fühle mich gut danach und das ist es mir wert. 

Bei Gabriele Kleefeld lerne ich u.a. die 'Zwei-Minuten-Entspannung', die mich durch eine Art Körperscan sofort bremst und in die Pause zwingt. Außerdem darf ich bei ihr malen und zeichnen und dabei aus einer Fülle von Materialien wählen. Ihr Praxis-Atelier wirkt inspirierend. Gabriele Kleefeld lässt mich in der Phantasie reisen und sorgt wirklich für Entspannung. Ich bekomme erstmals wieder einen kleinen, kurzen Zugang zu mir selbst und zu meinem Körper. So erfahre ich Neues und merke, dass ich daran weiter arbeiten möchte. Zu dem Zeitpunkt glaube ich noch, die bloße Erschöpfung zwinge mich in die Knie. Meine Essstörung hatte ich ja stets im Griff. Dachte ich damals.

Als Gabriele Kleefeld umzugsbedingt ihre Praxis in Stuttgart schließt, verabschiede ich mich. Der Weg nach Tübingen ist für mich zu kompliziert. Jedoch behalte ich diese Sitzungen in guter Erinnerung, im Rückblick wirken sie sogar wegweisend. Danke!

Samstag, 2. September 2017

Ich habe einen Traum!

Und der geht so:

Ich schlendere an einem Samstag durch die Stadt. 

Nur Jeans und Pullover, eine Jacke ist nicht nötig, dazu bequeme Sneaker. Von Straße zu Straße und von Geschäft zu Geschäft lasse ich mich treiben. Ich habe Zeit. Ich lausche der Musik der Straßenmusiker und höre die Beschallung in den Eingangsbereichen der Kaufhäuser, fröhliche Gespräche anderer Passanten, rufende Kinder, vielleicht einen Streit; manchmal werde ich angstoßen oder weggeschubst. Ich war lange nicht mehr hier.

Die Schaufenster inspirieren mich, ich lasse mich locken. Die Auswahl ist groß, die Schlagen vor den Umkleidekabinen sind lang, mir ist sehr warm. Macht nichts. Ich probiere dieses oder jenes an, lasse vieles auf dem Ständer zurück und überlege: Was finde ich schön? Die Antwort fällt leicht, ich entscheide intuitiv. Erschöpft vom Schauen, von Auswahl und Anproben verlasse ich irgendwann die Einkaufsmeile. Im Gepäck habe ich ein neues Oberteil, eine passende Hose und sogar einen Bedeanzug in der richtigen Größe und nicht in schwarz, sondern farbig. Ich freue mich!

Zeit für eine Pause

Umbrüche. Abschiede. Ich ziehe mich zurück, der Blog macht Pause. Gründe dafür gibt es viele, der Wichtigste: Mit dem Essen komme ich zurech...