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Sonntag, 2. Februar 2020

Wochenend-Alltag auf Bulimisch

Jeden Tag beginne ich von vorne, Weglaufen geht nicht. Montag bis Freitag, dann Wochenende, die härteste, weil unstrukturiertere, freiere Zeit. Wieder ist also Samstagabend, inzwischen Sonntagfrüh; ich habe einen Tag geschafft: Mit der Familie, mit Haushalt, Einkauf, Kochen, Backen und Essen. Im Zwiespalt zwischen Pause und Gefahr. Achtung: offen, ehrlich.

Freitag...

war ein schlechter Tag. Ich wollte erbrechen, aber meine Psyche hat zugemacht - es ging nicht alles raus. Verzweiflung, dann Gleichgültigkeit rangen jeden Widerstand nieder, ich griff später oft und schnell in die Schüssel mit den Chips, eine zweite Tüte wurde geöffnet und geleert. Dazu ein weiteres Glas Wein. So beginnt ein Wochenende auf Bulimisch.

Donnerstag, 28. November 2019

Mein reizender Cocktail...

In Auszügen.

... aus Wein, Schokolade, Kaffee, Tabletten, Shopping, Blut und Schmerz.


Back to the sprachlosigkeit, back to my very best. Nur variantenreicher, beinahe noch schlimmer als damals, als ich bloß gekotzt habe.

Bekannt: bodenlos traurig, elend und matt und müde, körperlich ausgehöhlt, dauerschlafend und doch nie erholt.

Fast darf ich das hier gar nicht aufschreiben, schließlich wird’s die eine oder der andere lesen. Dann bin ich wieder nackig. Es tut mir leid, ich kann nicht sprechen, nur schreiben. 

Symbolhaft.
Man sieht mir nix an, ich fahre diese Stacheln der Perfektion aus, alles gut und wunderbar. Der Alltag läuft, ich stemme das Zuhören und Mittagessenkochen und Motivieren und Nachhaken und Organisieren. Was ich nicht schaffe: Körperpflege, Kosmetik, Einkaufen, Aufräumen, Telefonieren und wichtige Post erledigen, Arbeitengehen, Dinge-tun-Müssen. Ich schlafe vorm Außen verborgen ganze Vormittage, mache eine erklärt lange Mittagspause, entziehe mich der Familie durch frühes Zubettgehen. Ausgeschlafen oder gar energiegeladen bin ich nie.

Mittwoch, 10. April 2019

Glücklich sein

Vortrag von Kera Deiss – Ein persönlicher Appell zur kritischen Reflexion


Große Freiheit?
Ich erlebe einen lebendigen Vortrag, durchaus authentisch. Warum mir eine umfängliche Aufklärung so wichtig ist und ich den Vortrag nicht unkommentiert stehen lassen kann. Warum ich diesen persönlichen Appell zur kritischen Betrachtung des Gezeigten und Gehörten anschließe. Bitte weiter lesen! Bitte weiter sagen!


 „Glücklich ist das neue Schön, Hungern war gestern. Ein (Ex-)Model erzählt.“ am 2. April 2019 im Hospitalhof Stuttgart

Samstag, 16. Februar 2019

Leider keine...

... Success Story!

Warum eine Blogpause für mich notwendig ist.

Eigentlich ...

... sollte dieser Blog meine persönliche Erfolgsgeschichte begleiten, auch dokumentieren, und mich in gewisser Weise in Krisenzeiten an mein Ziel erinnern. Jetzt ist die Sache mit dem Ziel und mit dem Durchhalten ja gar nicht so einfach, siehe mein letzter post "Hausaufgabe: Zielvereinbarung". Das war mir immer klar, doch dass ich so abstürzen, so würde kämpfen müssen, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Ich dachte, ich sei stabiler und stärker und schon viel, viel weiter.

Sonntag, 27. Januar 2019

Hausaufgabe:

Verlorengegangen.

Zielvereinbarung.


Stichworte, Schlüsselworte: Ziele, Wünsche, messbarer Erfolg, Umsetzung, Zielerreichung. Himmel, liegt mir das alles schwer im Magen. Oder wie Steine auf dem Bauch. Wieder bin ICH dran, ich muss arbeiten und handeln, kein anderer erledigt das für mich. Aber was eigentlich genau?

Die Sache mit den Zielen.

Oder wenigstens: mit dem Ziel. Die Sache mit dem 1 Ziel. Eins werde ich doch wohl definieren können, oder?! Mein wunderbarer Therapeut findet, dass ich nun, da ich so Vieles erreicht und umgesetzt habe, meine Ziele neu festzurren sollte. Überall sieht er Erfolge, aber auch das Schwere, Ungelöste. Sein Denken bezieht sich perspektivisch auf das nächste halbe Jahr, also auf die Zeit bis zum Sommer vielleicht. Dann werden sich unsere Wege trennen. Es ist gut, das zu wissen. Ich bin darüber nicht erstaunt oder böse, das war zu erwarten und ist bloß ehrlich. Wir gehen schon viele Jahre gemeinsam und es ist richtig, diese Symbiose langsam und vorsichtig zu lösen. Für meine Zielvereinbarung definiert dies den verfügbaren Zeitrahmen. 

Sonntag, 6. Januar 2019

Beichte

Viel (zu viel) E zu W.

Feuerstoß.

Advent, Weihnachten, Neujahr, Weihnachtsferien, Urlaub, Besuche, Verwandtschaft und Freunde, Lachen und Weinen, Essen, Kochen, Backen, Einkaufen, Fressen und Kotzen, Geschenke, Freudestrahlen. Alles wie immer. Alles anders. Irgendwie neu. Eine Situationsbeschreibung. Ein Tatsachenbericht, schonungslos.

Sonntag, 7. Oktober 2018

Fester Vorsatz

Ab Montag, aber ganz bestimmt ab Montag!


Mein Selbstbelüge.
In der Wiederholungsschlinge. Ich schaue in mich hinein, male und schreibe meine Gedanken auf. Beim Lesen erschrecke ich ob der Banalität meines Selbstbelügens. So bekannt, so oft gedacht, so häufig gelebt, so oft gescheitert. Auch schon häufig gesiegt, aber in der 'Ab Montag-Schlinge' stecken meine Gedanken noch immer fest, fest, fest.

Samstag, 4. August 2018

Mein roter Faden

Status Quo: Schrei nach einer Konklusion!


Mein letzter Beitrag ruft - von mir erneut gelesen - nach einer Ergänzung. Entstanden heute morgen um 8 beim Joggen.

Status Quo: Re-read.

Manchmal stolpere ich über meine eigenen Worte und über den Inhalt meiner Texte. Manches wiederholt sich; vieles beschämt mich; oftmals spüre ich Selbstmitleid, was ich mit mir und meinem Ich so gar nicht vereinbaren kann und will. Eigentlich möchte ich Lösungen finden, nach vorne schauen, umsetzen, erschaffen, zufrieden stellen... Die Nächte sind derzeit unglaublich heiß, ich wache früh auf. Vor dem heutigen Morgenlauf blieb also Zeit für einen re-read meines letzten posts. Und während des Laufs erörtere ich in aller Ruhe und Monotonie die inhaltlichen Aspekte. Wieder klingt etwas nach und arbeitet in mir - und schreit nach einer Egänzung.

Sonntag, 17. Juni 2018

Nachtrag

Zum Zwanghaften. Eine Ergänzung.


Als ich meinen letzten Post "Ungeschönte Wahrheit. Ohne E wie Erbrechen." noch einmal lese, kommt mir ein Gedanke, den ich ergänzen möchte.

Einmal, vor langer Zeit, versuchte ich einem Menschen aus meinem nächsten Umfeld meine Zwänge zu erklären. Die Antwort: "Dann disziplinier' Dich halt!" Das fällt mir heute beim Lesen ein. Die Aussage hat damals eine Tür zugeknallt, die ich nun aufbrechen muss, da ich mich meinem Außen öffne. Inzwischen weiß ich, dass viele Menschen so denken. 

Ich möchte dann erwidern: Ich bin ein sehr disziplinierter Mensch und meist sehr hart und unnachgiebig mit mir selbst. Mir selbst Fehler oder Unschärfen, Unsicherheiten zuzugestehen oder gar zu verzeihen, lerne ich erst. Mein Leben verlief geplant und strukturiert, ich bin selten ausgebrochen, sondern eine extrem disziplinierte Tochter, Schülerin, Frau, Studentin, Ehefrau, Mutter, Arbeitnehmerin mit hohen Ansprüchen und Standards bezogen auf meine eigene Leistung und Funktion.

Vielen betroffen Mädchen und Frauen, Jungen und Männern durfte ich auf meinem Weg schon begegnen, die ähnlich gestrickt sind wie ich: Der Hang zur Perfektion eint uns, von Disziplinlosigkeit sind wir weit entfernt, halte ich fest. Hier möchte ich pauschalieren.

Allerdings: Bei diesem einen Thema, dem Essen, hakt es. Da werden wir maßlos, werden von unseren Zwängen überrollt, wir können nicht anders. Keine Floskel, das ist so. Wir brechen aus in unterschiedliche Formen der Essstörung. Aber das ist keine fehlende Disziplin, sondern Machtlosigkeit. Letztere ist ein wesentliches Merkmal von Zwängen. Diese wiederum sind ein Merkmal von Suchterkrankungen, einfach und unwissenschaftlich gesprochen. 

Ihr im Außen, Ihr dürft Euch das  so vorstellen: Wir fahren im Auto mit schlechten Bremsen, die bedingt duch einen Wackelkontakt unzuverlässig und unvorhergesehen ausfallen oder funktionieren. Wir ahnen, dass ein Defekt vorhanden ist. Doch wir kümmern uns nicht, schließlich ist es bisher immer gut ausgegangen. Wir haben Angst, näher hinzuschauen, große Angst. Vielleicht müssen wir uns mit Werkstätten herum schlagen oder auf das Auto eine Weile verzichten. Undenkbar. Also setzen wir uns eben weiter der Gefahr aus.

Es ist unfassbar schwer, Zwänge zu durchbrechen und abzulegen. Das bedarf jahrelanger Auseinandersetzung, Übung, guter Therapeuten und großer Ausdauer. Und Disziplin. Die 'alte' Aussage von damals schmerzt noch immer, doch ich begreife heute auch, wie schwer es für das Außen ist, mich zu verstehen. Inzwischen kann ich bei mir eine Stärke und Kraft entdecken, die ich mir selbst nie zugetraut hätte. Darum bin ich schon so weit gekommen und habe einen großen Teil meines persönlichen Tales durchschritten. Das fühlt sich gut an. An alle: Nur Mut!

Freitag, 30. März 2018

Auf dem (Frauenkreuz)Weg

Mitgestalten und Abladen


Wie mich Zufälle und Fügungen den Evangelischen Frauen in Württemberg nahe bringen und worin es (zunächst) mündet.

Abschied.

Die letzten beiden Wochen waren in meinen Gedanken und Gefühlen völlig überdeckt vom Tod meiner Freundin Kirsten. Dieser Verlust erscheint so ungerecht und fürchterlich, dass mir die Worte fehlen. Wie kann mein Herz nur derart unvorbereitet sein, obwohl der Verstand im Vorfeld Zeit genug fürs Begreifen hatte? Alles in mir wehrt sich gegen das Verstehen!

Entwicklung.

Letzten Sommer hatte ich ein Seminar besucht, dort Zeit zum inspirierenden Gespräch zwischen den Schulungsblöcken gefunden, Ideen gesponnen: Ich wollte mitmachen beim ökumenischen Frauenkreuzweg in Stuttgart. Ich war auf einen Zug aufgesprungen, der nun für mich viel zu schnell fuhr. Auf einmal werde ich gebeten zu liefern, muss mich nackig machen vor der Öffentlichkeit, bekomme Angst vor meinem eigenen (Über-)Mut.

Auf dem Frauenkreuzweg, auf dem Weg.

Und jetzt ist es wieder soweit, es wird Ostern. Völlig verdrängt, passt das Fest plötzlich zu mir und zu meiner Stimmung. Denn zunächst ist heute Karfreitag. Ich begebe mich also auf meinen ersten Frauenkreuzweg. Jesus ist am Kreuz gestorben, auch für mich. Auch für mich? Gar nicht so sattelfest im Glauben, habe ich viele Fragen. Ich fühle mich getragen von den Frauen und Männern um mich herum, von der Musik, so dass ich mich trauen kann, vorzutragen, was ich zu sagen habe. 

Hinterher.

Ich komme nach Hause, brauche zuvor den Cappuccino im Café und die Fahrt in der U-Bahn zum Sammeln und Nachdenken. Zwei Stunden zuhörend und schweigend Unterwegssein durch die Stadt mit Ziel und Abschluss in der Hospitalkirche hinterlassen Eindruck. Ich fühle mich sortierter, ruhiger. Ich glaube, ich habe eine ganze Menge Ballast in der Hospitalkirche gelassen. Mir kommen die Tränen, so Vieles ist abzuladen. Es ist nicht alles gut. Doch es wird Ostern, auch für mich.

Mein Vortragstext zum Nachlesen: Station 3, Essstörungen.

Ort: Marktplatz/Ecke Schulstraße

„Mama, toll, Du hast wieder Nutella gekauft!!“

Samstag, 3. Februar 2018

Danke

Danke, Ihr Lieben da draußen!


Suchtdruck.
Ganz verdattert bin ich über den Zuspruch, den ich von Euch erfahre. Ich danke Euch sehr! Ihr macht mir Mut, jeden Tag neu anzufangen, dran zu bleiben. Dazu gehört wohl auch, ab und an einen Schritt zurück zu stolpern. Und: Kleine Erfolge sind vielleicht gar nicht so klein, wie sie mir scheinen. Ich will versuchen, auf meine eigene Kraft zu vertrauen. Ehrlich zu bleiben, mich selbst nicht länger zu belügen. Meinen Suchtdruck anzuschauen. Gestern habe ich im Keller eine Flasche Wein gefunden; sie ist nicht leer. Der restliche Inhalt wartet auf mich, wenn ich morgen von meinem Kurzurlaub zurück kehre. Ich nehme Eure Impulse mit und bleibe mutig.

Donnerstag, 1. Februar 2018

Witzgefühle

Zum Totlachen. Aber kein Witz.


Warum ein Blick ins Badezimmer mein Fass zum Überlaufen bringt.
 

Kalt wie Stein wie tot.

Heute musste ich erneut lernen, wie schwer es ist, mit Kritik umzugehen. Dabei
Impuls-Werbung. Werbe-Impuls.
ist gar nichts Wesentliches passiert: Klare Absprachen haben gefehlt; ich habe selbstständig gedacht und gehandelt, wo ich hätte nachfragen müssen. Das passiert mir leider öfter - mir wurde auch schon gesagt, ich würde meine Rolle nicht finden. Das saß damals gut, und wirkt jetzt, viele Monate später, noch nach. So dass ich mir Situationen wie heute sehr zu Herzen nehme. Ich mache mich hart, sperre die Gefühle oder das Was-das-ist aus. Mache mich kalt wie Stein wie tot. Und sehne mich nach Prosecco und dunkler Schokolade. Mittags um 12. Zum Totlachen, mäßig witzig.

Sonntag, 28. Januar 2018

Fehltritt oder Rückfall: Änderungsmotivation

Verzwicktes Leben. Halt mich!

 
Warum der post "Fehltritt oder Rückfall: Suchtverhalten" zu besorgten Rückmeldungen führt und was ich darauf antworten möchte.

Bitte um Verständnis. Ein Appell.

Kein Kinderbild.
Seit ich mich mit meinem Suchtverhalten auseinander setze und bei Recherchen auf die Unterscheidung von öffentlicher Fassadenpersönlichkeit und heimlicher Suchtpersönlichkeit gestoßen bin, geht es mir besser. Heißt das doch, dass mein Kampf, mein Zerrissensein, tatsächlich im Prinzip der Sucht begründet ist. Beide Seiten sind echt, in beiden Persönlichkeiten steckt mein Ich-Mich. Ich bin nicht zu doof, um scheinbar einfache Dinge hinzubekommen. Ich kann mich "nicht mal eben disziplinieren und aufhören zu essen" oder "endlich mal normal essen", wie es mir gesagt wird. Ich bin selbst mein härtester Kritiker. Ich habe mir meine Krankheit nicht ausgesucht. Sie quält mich fürchterlich. Mein automatisiertes Verhalten zu ändern, ist unendlich mühsam. Darum dieser Appell, diese Bitte um Verständnis.

Änderungsmotivation. Ambivalenz.

Gleichzeitig bekommt meine Motivation, die beiden Persönlichkeiten einander anzunähern, Dämpfer durch das echte Leben.

Dienstag, 23. Januar 2018

Fehltritt oder Rückfall: Suchtverhalten

Kein Spiel, sondern bitterer Ernst.

Eine Ergänzung. Ein Appell.


In meinem post "Fehltritt oder Rückfall: Körperliche Schäden" beschreibe ich die Folgen meiner Bulimie und Magersucht. Ich möchte den Text heute um eine deutliche Klarstellung ergänzen:

Getrieben. Nie freiwillig.
Bulimie wird auch Ess-Brech-Sucht genannt, Anorexie als Mager-Sucht bezeichnet. Das ist von wesentlicher Bedeutung, denn eine Betroffene oder ein Betroffener handelt niemals freiwillig so wie von mir beschrieben, sondern getrieben von ihrer Sucht, von ihren Zwängen, von Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit und in andauernder Einsamkeit. Als denkende Menschen sehen wir, was wir tun, wir verachten unser Tun und fühlen uns schuldig, wir wollen es nicht, wir sind voller Scham und Abscheu, aber wir können nicht anders. Gemäß Definition im Duden ist eine Sucht eine "krankhafte Abhängigkeit", ein "übersteigertes Verlangen nach etwas" bzw. eine "Krankheit". Eben eine Sucht!

Auf den Seiten der Klinik am Korso habe ich unter dem Punkt "Bulimie - Krankheitsfolgen" eine m.E. sehr treffende Beschreibung entdeckt:
"(...) Bulimikerinnen entwickeln oft eine Aufspaltung in eine öffentliche Fassadenpersönlichkeit und eine heimliche Suchtpersönlichkeit.

Dichotomie (=Zweigliedrigkeit) bei der Bulimie nach Habermas (1994)
ÖffentlichHeimlich
kontrolliert  -  unkontrolliert
normal   - pervers
enthaltsam   - gierig
perfektionistisch   - chaotisch
attraktiv   - abstoßend
altruistisch  - bedürftig
unabhängig   - abhängig
freundlich  - aggressiv
(...)" 

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Freitag, 19. Januar 2018

Fehltritt oder Rückfall: Ein Überblick

Geliebtes. Verbotenes.

Ein Rückfall ist kein Lapsus.


Notgedrungen beschäftige ich mich mit dem Thema Rückfall, Rückkehr zum Suchtverhalten, stöbere diesbezüglich in der Fachliteratur und - selbstredend - ebenfalls im Internet. Auch wurde ich gebeten, abseits der Schlagworte auf meiner blog-Startseite das Thema zu beleuchten und Einblicke zu erlauben. Ich werde es versuchen.

Definitionssache.  

Persönliche Voraussetzung: Ich bin bulimisch. Ich will mit dem Erbrechen aufhören. Ein Rückfall bedeutet, dass ich erbrochen habe. Ich bin kaufsüchtig. Ich will mit dem unkontrollierten Geldausgeben aufhören. Ich trinke zu viel Alkohol, ich will mich mäßigen. Ich lebe sozusagen in einem riesigen Suchtkonglomerat, siehe auch "Mein reizender Cocktail aus Wein, Schokolade, Kaffee, Tabletten, Blut und Schmerz". Ich habe Depressionen und nehme Medikamente, die ich eigentlich wieder absetzen möchte. Grundsätzlich will ich also mein vielfältiges Suchtverhalten ablegen. Hier konzentriere ich mich jedoch auf meine Essstörung.

Zeit für eine Pause

Umbrüche. Abschiede. Ich ziehe mich zurück, der Blog macht Pause. Gründe dafür gibt es viele, der Wichtigste: Mit dem Essen komme ich zurech...