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Freitag, 1. Mai 2020

Maskiert in die Psychiatrie

Wenn's nicht bitter wär', wär's komisch.


Warum die Masken mir gelegen kommen. Natürlich nicht. Aber eigentlich doch. Ganz persönliche Gedanken zur Corona-Zeit. Formuliert aus Sicht der Psychiatrie-Patientin.
Verloren.
Mir fällt beim Betrachten des Fotos auf, dass ich dringend zum Friseur muss. Selbstgeschnitten ging eine Weile gut, jetzt nicht mehr. Es reicht. Vieles reicht. Covid-19 reicht: Seit 7 Wochen gefangen mit Corona. In mir regt sich Ungehorsam, der Widerstand gegen Auflagen und Regeln. Mir fehlt so Vieles. Ich will nichts bagatellisieren und niemandem schaden. Aber ich will das Leben zurück, das ich mir so mühsam erkämpft habe. Und ich will die Nähe zurück, die Nähe zu meinen Freunden, zum Außen, ich will meine Nachbarsmädchen trösten und selbst auch in den Arm genommen werden. Doch der Reihe nach.

Mittwoch, 10. April 2019

Glücklich sein

Vortrag von Kera Deiss – Ein persönlicher Appell zur kritischen Reflexion


Große Freiheit?
Ich erlebe einen lebendigen Vortrag, durchaus authentisch. Warum mir eine umfängliche Aufklärung so wichtig ist und ich den Vortrag nicht unkommentiert stehen lassen kann. Warum ich diesen persönlichen Appell zur kritischen Betrachtung des Gezeigten und Gehörten anschließe. Bitte weiter lesen! Bitte weiter sagen!


 „Glücklich ist das neue Schön, Hungern war gestern. Ein (Ex-)Model erzählt.“ am 2. April 2019 im Hospitalhof Stuttgart

Samstag, 16. Februar 2019

Leider keine...

... Success Story!

Warum eine Blogpause für mich notwendig ist.

Eigentlich ...

... sollte dieser Blog meine persönliche Erfolgsgeschichte begleiten, auch dokumentieren, und mich in gewisser Weise in Krisenzeiten an mein Ziel erinnern. Jetzt ist die Sache mit dem Ziel und mit dem Durchhalten ja gar nicht so einfach, siehe mein letzter post "Hausaufgabe: Zielvereinbarung". Das war mir immer klar, doch dass ich so abstürzen, so würde kämpfen müssen, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Ich dachte, ich sei stabiler und stärker und schon viel, viel weiter.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Input vom Außen

Impuls-Moment.

Nicht vom Innen


Es geht mir nicht gut. Vom Innen kommt nichts, nur leere Wünsche. Ich stecke fest im Gedankenkarussell. Doch ich weiß: Den schwersten Schritt bin ich gegangen, jetzt muss ich dran bleiben an der Umsetzung, Wissen sammeln, Fakten schaffen. Ich stelle mir kleine, sehr konkrete Aufgaben, die ich abwickeln muss. Und ich lese wieder ab und zu, kann mich manchmal auf kurze Texte konzentrieren. Ich sammle sozusagen Inspirationen vom Außen. In loser Reihenfolge.

Sonntag, 30. September 2018

Verflixte Intuition

Die Sache mit dem Essen-Lernen.



Aberklardoch!
Das Thema Essen und ich, wir kennen uns schon sehr lange. Aber wir pflegen keine Harmonie-Beziehung, sondern eine Hass-Liebe, die richtig tief geht und weh tut und unlösbar scheint. Im post "Größte Verunsicherung - als ich anfing, essen zu lernen..." schreibe ich über Selbstverständliches: Appetit, Hunger, Sättigung zum Beispiel. Jetzt wage ich einen Rückblick von diesen Anfängen hin zum Heute, zu meinem Neustart. Immer geht es um's Essen, die Gedanken sind nie frei.

Sonntag, 23. September 2018

Neustart

Zurück auf Anfang

Neustart oder 'zurück auf Anfang'? Die Ferien sind vorüber, das schöne Wetter auch. Ich atme dankbar die regenreiche Luft. Die langen Monate der Hitze haben mich angestrengt: Zu viel Sonne, zu viele kurze Röcke und scheuernde Oberschenkel, zu viel Eis und Aperol Spritz, insgesamt zu viel zu tun. Ich starte neu, auch, indem ich zurück auf Anfang gehe.

Überwältigungen.

Ich höre auf meine innere Stimme.

Diese meldet sich durchaus. Und ganz häufig übergehe ich die Signale, weil ich sie nicht wahrnehmen will. Ich scheue nämlich die Auseinandersetzung, das weiß ich inzwischen. Lieber mag ich Harmonie - selbst wenn sie aufgesetzt oder herbei gelogen ist. Aber: Damit ist Schluss, ich will meine innere Stimme zumindest wahrnehmen, die Signale bewerten, abwägen, um dann für mich selbst entscheiden und auch einstehen zu können.

Donnerstag, 9. August 2018

Frei gelegt

Fest verinnerlichte Glaubenssätze.


Angriff. Explosiv.
Als Schreiberling suche ich mir Worte, um selbst zu begreifen, den tieferen Sinn zu entdecken. So legen, in der Retrospektive notiert, meine persönlichen Lebensschritte einen roten Faden frei: Ich stehe vor der Rebellion, vor einer Gefühlsexplosion nach bedürfnis-toten Jahren. Wenn ich offen und ehrlich bin, weiß ich, wo ich ungehorsam werden möchte. 

Sonntag, 28. Januar 2018

Fehltritt oder Rückfall: Änderungsmotivation

Verzwicktes Leben. Halt mich!

 
Warum der post "Fehltritt oder Rückfall: Suchtverhalten" zu besorgten Rückmeldungen führt und was ich darauf antworten möchte.

Bitte um Verständnis. Ein Appell.

Kein Kinderbild.
Seit ich mich mit meinem Suchtverhalten auseinander setze und bei Recherchen auf die Unterscheidung von öffentlicher Fassadenpersönlichkeit und heimlicher Suchtpersönlichkeit gestoßen bin, geht es mir besser. Heißt das doch, dass mein Kampf, mein Zerrissensein, tatsächlich im Prinzip der Sucht begründet ist. Beide Seiten sind echt, in beiden Persönlichkeiten steckt mein Ich-Mich. Ich bin nicht zu doof, um scheinbar einfache Dinge hinzubekommen. Ich kann mich "nicht mal eben disziplinieren und aufhören zu essen" oder "endlich mal normal essen", wie es mir gesagt wird. Ich bin selbst mein härtester Kritiker. Ich habe mir meine Krankheit nicht ausgesucht. Sie quält mich fürchterlich. Mein automatisiertes Verhalten zu ändern, ist unendlich mühsam. Darum dieser Appell, diese Bitte um Verständnis.

Änderungsmotivation. Ambivalenz.

Gleichzeitig bekommt meine Motivation, die beiden Persönlichkeiten einander anzunähern, Dämpfer durch das echte Leben.

Dienstag, 21. November 2017

Im Dialog: Eindrücke von Station M3b7

Wir haben etwas zu sagen!

Auch während meines letzten Aufenthaltes in der Klinik habe ich auf Station M3b7 wieder wundervolle Frauen getroffen. 

Einige von ihnen aus dem Esskonzept kommen hier zu Wort. Ich danke Euch sehr, dass ich Euch diese Fragen stellen durfte: Karin, Isabell, Mitpatientin I, Valentina, Mitpatientin S.. Ich beantworte die Fragen in Form einer kurzen Selbstauskunft

Von jeder von Euch habe ich gelernt und Impulse mitgenommen - Ihr seid so klug! So verschieden wir sind, so sehr können wir einander manches Mal verstehen. Wir müssen uns voneinander abgrenzen, um uns unterstützen zu können. Wir dürfen Hilfe suchen und diese annehmen. Und noch vieles andere mehr - all' das habt Ihr mir gezeigt.

Mein Dank gilt ebenso den vielen anderen wunderbaren Menschen auf Station. Die Gespräche mit Euch haben mich gestärkt und wirken noch nach. Ihr alle: Macht es gut, bleibt mutig auf dem Weg, obgleich dieser voller Löcher und Fallstricke sein kann. Alles, alles Gute!

Im Dialog: Mitpatientin S.

Wir haben etwas zu sagen!

Während meines letzten Aufenthaltes in der Klinik habe ich auf Station M3b7 wieder wundervolle Frauen getroffen. Einige von ihnen aus dem Esskonzept kommen hier zu Wort. Sie teilen an dieser Stelle ihre Erfahrungen und Gedanken. Herzlichen Dank an Euch alle!

Im Dialog mit Mitpatientin S.


Mitpatientin S., 35 Jahre alt, jetzt 10 Wochen auf Station, Magersucht

Im Dialog: Selbstauskunft Kathrin

Wir haben etwas zu sagen!

Während meines letzten Aufenthaltes in der Klinik habe ich auf Station M3b7 wieder wundervolle Frauen getroffen. Einige von ihnen aus dem Esskonzept kommen hier zu Wort. Ich versuche, die Fragen in Form einer Selbstauskunft zu beantworten. Und merke, das ist gar nicht so einfach...

Selbstauskunft.


Kathrin, 43 Jahre alt, zum 3. Mal auf Station (jetzt für 4 Wochen), Bulimie, Binge-Eating, Depression, Angststörung

Montag, 13. November 2017

In eigener Sache

Anwesenheitsnotiz

 

Zurück im echten Leben.

Auszug-Umzug-Einzug
Seit einigen Tagen bin ich wieder zuhause, tappe in alle Fallen, kenne die Abwehrstrategien und bin doch allzu kraftlos, die passende zu nutzen... Ich gestehe, ich bin über Schokolade und Gummibärchen, aber auch über Obst und Gemüse, hergefallen, dazu gab es einige Gläser Wein und Sekt. Meine Fingernägel sind abgekaut. Fassungslosigkeit macht sich in mir breit. Aber auch das Wissen, dass mit jedem Klinik-Auszug und Zuhause-Einzug zunächst der vergleichsweise tiefe Fall kommt. Zurück im echten Leben halt!

Mittwoch, 30. August 2017

Hinweis: Über diesen Blog

In eigener Sache

Mir fiel auf, dass sich Mancher fragen mag: Wozu dieser Blog? 

Darum habe ich an der rechten Bildschirmseite einen Text "Über diesen Blog" ergänzt. Darin beschreibe ich detailliert meine Motivation ebenso wie meine Angebote im Rahmen des Projekts "Aufklärung Essstörungen".

Donnerstag, 17. August 2017

Ausblick

Dieser Blog befindet sich im Aufbau. Stets habe ich meine eigene Symptomatik im Blick, weil jede und jeder Betroffene einen individuellen Weg geht. Dennoch gibt es Gemeinsamkeiten.

Ich bereite Inhalte zu den folgenden Themenbereichen vor:
  • Krankheitsbilder & Verlauf
  • Gefühle & Bedürfnisse
  • Körperbild
  • Ernährung
  • Therapie
  • Hilfe in Stuttgart und Umgebung
  • Materialien & weitere Information
Außerdem werde ich Neues und Aktuelles mitteilen und bebildern. Rückmeldungen sind gerne erwünscht!

Zeit für eine Pause

Umbrüche. Abschiede. Ich ziehe mich zurück, der Blog macht Pause. Gründe dafür gibt es viele, der Wichtigste: Mit dem Essen komme ich zurech...