Ich. Bin. Essgestört. Suchtkrank. Ess-Brech-Sucht-krank, besser: Fress-Brech-Sucht-krank. Aber: Ich bin noch da, noch hier, wieder lebendig, lebensfroh, lebensfreudig. Wie geht das? Ich habe mich vom Fressen befreit, bin jetzt: fressbefreit. Fast. Und lebe!
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Sonntag, 2. Februar 2020
Wochenend-Alltag auf Bulimisch
Jeden Tag beginne ich von vorne, Weglaufen geht nicht. Montag bis Freitag, dann Wochenende, die härteste, weil unstrukturiertere, freiere Zeit. Wieder ist also Samstagabend, inzwischen Sonntagfrüh; ich habe einen Tag geschafft: Mit der Familie, mit Haushalt, Einkauf, Kochen, Backen und Essen. Im Zwiespalt zwischen Pause und Gefahr. Achtung: offen, ehrlich.
Bulimisch-anorektisch seit 30 Jahren, endlich gesund-werdend. Dabei viel gelernt, bereit zu teilen: Wer mag, geht mit!
Samstag, 4. Januar 2020
"Sie sind chronisch krank."
Ein kurzer Abriss, was das für mich bedeutet, und wie es sich anfühlt, so ins neue Jahr zu gehen. Vielleicht ein Rückblick und Ausblick...
Leider wahr.
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| Chronisch links... |
Wie komme ich drauf?
Meine tolle Ernährungsberaterin sagte diese Titelworte vor ein paar Tagen zu mir, als ich traurig, beinahe erschüttert, feststellte, dass wir wiederholt Strategien und Vorgehensweisen besprechen müssen, weil diese immer noch nicht in meinem Innen verankert sind, so scheint es. Ich schäme mich so sehr dafür: Wieder und wieder thematisieren wir Portionsgrößen, Bestandteile einer Mahlzeit, die Wirkung von Eiweiß und Fetten, die Bedeutung von Kohlenhydraten, die Merkmale von Appetit und Hunger, den Umgang damit. Wieder beichte ich meine Fressanfälle und das Erbrechen. Ich habe es nicht geschafft, beides über die Feiertage auszulassen.Was mache ich draus?
Meine tolle Ernährungsberaterin richtet mich wieder aus auf meine Ziele,![]() |
| ...und chronisch rechts. |
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Donnerstag, 28. November 2019
Mein reizender Cocktail...
Back to the sprachlosigkeit, back to my very best. Nur variantenreicher, beinahe noch schlimmer als damals, als ich bloß gekotzt habe.
Bekannt: bodenlos traurig, elend und matt und müde, körperlich ausgehöhlt, dauerschlafend und doch nie erholt.
Fast darf ich das hier gar nicht aufschreiben, schließlich wird’s die eine oder der andere lesen. Dann bin ich wieder nackig. Es tut mir leid, ich kann nicht sprechen, nur schreiben.| Symbolhaft. |
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Mittwoch, 10. April 2019
Glücklich sein
Vortrag von Kera Deiss – Ein persönlicher Appell zur kritischen Reflexion
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| Große Freiheit? |
„Glücklich
ist das neue Schön, Hungern war gestern. Ein (Ex-)Model erzählt.“ am 2. April
2019 im Hospitalhof Stuttgart
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Samstag, 16. Februar 2019
Leider keine...
... Success Story!
Warum eine Blogpause für mich notwendig ist.Eigentlich ...
... sollte dieser Blog meine persönliche Erfolgsgeschichte begleiten, auch dokumentieren, und mich in gewisser Weise in Krisenzeiten an mein Ziel erinnern. Jetzt ist die Sache mit dem Ziel und mit dem Durchhalten ja gar nicht so einfach, siehe mein letzter post "Hausaufgabe: Zielvereinbarung". Das war mir immer klar, doch dass ich so abstürzen, so würde kämpfen müssen, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Ich dachte, ich sei stabiler und stärker und schon viel, viel weiter.
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Sonntag, 6. Januar 2019
Beichte
Viel (zu viel) E zu W.
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| Feuerstoß. |
Advent, Weihnachten, Neujahr, Weihnachtsferien, Urlaub, Besuche, Verwandtschaft und Freunde, Lachen und Weinen, Essen, Kochen, Backen, Einkaufen, Fressen und Kotzen, Geschenke, Freudestrahlen. Alles wie immer. Alles anders. Irgendwie neu. Eine Situationsbeschreibung. Ein Tatsachenbericht, schonungslos.
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Sonntag, 16. Dezember 2018
Einblick in die Therapie
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| Gefangen. |
Bubbles...
..., überall Bubbles: Seifenblasen, Illusion, Halluzination, Traum, Fiktion, Wahn, Fantasie, Wahrheit? Bubbles eben. Einblick in eine von vielen Therapiesitzungen.
Wieder ein Status Quo.
Wie gesagt, habe ich die Frequenz meiner Therapiesitzungen erhöht. Ich muss mich also fast wöchentlich den Fragen meines Therpeuten stellen. Zunächst die hard facts, die guten, die Haben-Seite zuerst: Ich habe mein Leben und damit auch das Leben meiner Familie auf den Kopf gestellt; nach langem und schwerem Ringen habe ich eine Entscheidung getroffen, die uns alle betrifft und Vieles verändert. Der Schritt war überfällig und so schwer wie noch nichts bisher in meinem Leben. Trotzdem gehört dies auf die Haben-Seite, obwohl es sich überhaupt nicht gut anfühlt.
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Sonntag, 4. November 2018
Lichtblicke
Das Gute wahrnehmen.
Mir geht es gar nicht gut. Meine Fingernägel sind abgekaut, ich schlafe schlecht und viel, Anziehen und Zurechtmachen für den Tag fällt mir sehr schwer, am liebsten würde ich mich im Bett verstecken. Meine Familie leidet aus vielerlei Gründen. Die Dinge potenzieren sich. Und trotzdem finde ich Lichtblicke, die ich teilen möchte.
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Sonntag, 7. Oktober 2018
Fester Vorsatz
Ab Montag, aber ganz bestimmt ab Montag!
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| Mein Selbstbelüge. |
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Sonntag, 30. September 2018
Verflixte Intuition
Die Sache mit dem Essen-Lernen.
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| Aberklardoch! |
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Sonntag, 23. September 2018
Neustart
Zurück auf Anfang
Neustart oder 'zurück auf Anfang'? Die Ferien sind vorüber, das schöne Wetter auch. Ich atme dankbar die regenreiche Luft. Die langen Monate der Hitze haben mich angestrengt: Zu viel Sonne, zu viele kurze Röcke und scheuernde Oberschenkel, zu viel Eis und Aperol Spritz, insgesamt zu viel zu tun. Ich starte neu, auch, indem ich zurück auf Anfang gehe.![]() |
| Überwältigungen. |
Ich höre auf meine innere Stimme.
Diese meldet sich durchaus. Und ganz häufig übergehe ich die Signale, weil ich sie nicht wahrnehmen will. Ich scheue nämlich die Auseinandersetzung, das weiß ich inzwischen. Lieber mag ich Harmonie - selbst wenn sie aufgesetzt oder herbei gelogen ist. Aber: Damit ist Schluss, ich will meine innere Stimme zumindest wahrnehmen, die Signale bewerten, abwägen, um dann für mich selbst entscheiden und auch einstehen zu können.
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Donnerstag, 2. August 2018
Status Quo
Warten auf die Depression
Warum ich in ambivalenter Habachtstellung bin und mir eine Depression herbeisehne.
Status Quo
Ich komme zurecht, gehe gerne zur Arbeit und freue
mich dort über die Anerkennung und die vielfältigen Aufgaben, die
inzwischen auf meinen Schreibtisch gelangen. Zurück zuhause, sorge ich
für Mittagessen und kurze Rücksprache mit den Söhnen,
die gerade da sind. Diese widmen sich anschließend ihren eigenen Dingen
und organisieren sich selbst. Schließlich sind Ferien. Und ich? Ich
gehe ins Bett, schlafe eine Weile – so ungefähr zwei Stunden – und werde
dann nur unter Mühen wieder wach, von Tatkraft
keine Spur. Die alltäglichen Hausarbeiten schaffe ich kaum, sie gehen
mir nicht mehr leicht von der Hand, sondern werden zur Belastung. Vieles
lasse ich unerledigt, jetzt bin ich echt faul. Völlig energielos.
Wichtiges schiebe ich stetig vor mir her. Mein
wunderbarer Therapeut sorgt sich wegen meiner Stagnation. Ich halte
mich für mutlos, er nennt es willenlos.
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Mittwoch, 11. Juli 2018
Back to Reality
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| Grauen. Haft. |
Neulich bei der Schneiderin.
Warum mich ein kleiner Dialog aus der Fassung bringt und nachhaltig niederdrückt.
Die Situation.
Am Samstag brachte ich drei Hosen zur Änderungsschneiderei. Mein jüngster Sohn begleitete mich. Nachdem alle Hosen mit den jeweils richtigen Schuhen anprobiert und zum Kürzen markiert waren, füllte die Schneiderin den Abholschein aus - und musterte mich erneut eingehend. Ein Dialog ergab sich:Sie: "Haben Sie zugenommen?"
Ich: "Ja."
Sie: "Wieviel haben Sie zugenommen? Was ist passiert?"
Ich: "Ähm."
Sie: "Sie waren doch schon öfter bei mir. Aber, nein, sowas..."
Wir nehmen unsere Fahrradhelme und gehen, also, ich flüchte. Kaum vor der Tür, stellt mir mein Sohn folgende Frage:
Malte: "Warum fragt die dich, ob du zugnommen hast?"
Ich: "Naja, ein wenig stimmt das ja."
Malte: "Du machst drei mal in der Woche Sport. Hör' auf zu labern. Das sind Muskeln."
Mit seiner Wortwahl bin ich nicht ganz einverstanden, doch in der Sache ist Malte in diesem Moment das Beste, was mir passieren kann. Er ist sich der Hintergründe nicht bewusst; er sieht mich nur so, wie ich bin, und versteht das alles eigentlich nicht, weil er gar kein Problem mit meinem Aussehen hat. Aber, er spürt meine Betroffenheit und erkennt, dass für mich eine Grenze überschritten wurde. So eine triviale, unwichtige Situation wiegt für mich schwer. Malte hilft mir mit seiner offenen Ernsthaftigkeit durch den Moment.
Meine Reaktion.
Ich fühle mich eh' beschissen mit meiner Figur. Für mich stellt sich die folgende Frage: Wie gehe ich jetzt damit um, dass mir von Außen so geradeheraus bestätigt wird, was ich weiß und was mein größter Horror ist? Ich habe zugenommen. Und zwar so viel, dass es auffällt. Nicht nur mir, sondern fremden Personen, quasi der ganzen Welt. Zunehmen ist scheiße, bedeutet Versagen. So denke ich und das Außen auch. Ich fühle mich ertappt, darum trifft mich diese unbedachte Aussage wie ein Hammer mitten ins Herz. Schließlich weiß ich genau, wo die Kilos herkommen: Zu viel Alkohol, zu viel Kuchen und Schokolade, zu viel Brot mit Butter und Käse. Ohne Kotzen bleibt alles im Körper und wandert als Fettrolle auf den Bauch. Total klar. Wenn es doch bloß einfacher wäre, dagegen anzugehen.Sofort denke ich über Lösungsmöglichkeiten nach:
- Reaktion: Nahrungsaufnahme einstellen.
Hm. Schaffe ich sowieso nicht. - Reaktion: Kotzen.
Blöde Idee. Schließlich habe ich mühsam mit dem Erbrechen aufgehört bzw. bin noch dabei. Aber es wäre so einfach, wieder anzufangen. Raus, raus, raus mit dem schlechten Essen. Allerdings: Dauerhaft wieder Fressen und Kotzen? Keine Option. Hallo, Logik, Verstand, wo seid ihr? - Reaktion: Totale Verzweiflung.
Wie schon am Mittwoch beim Sport, als der schwere Körper dem schnellen Kopf nicht hinterher kam und schnaufend fast zusammenbrach. Aber nur fast.
Und jetzt?
Heute kann ich die Hosen abholen, doch ich war noch nicht dort. Ich traue mich nicht hinein. Ich spüre, dass die Tränen wieder näher unter der Oberfläche sitzen. Um mich herum gestählte Mama-Körper und ICH schaffe es nicht mal, irgendein Gewicht zu halten...
Schade, eigentlich wollte ich über die Aussage schreiben: "Puh, ich bin noch
satt. Ich kann noch nicht wieder was essen." Eigentlich wollte ich stolz
sein auf mich. Nach dieser Begegnung mit der Realität fällt mir das wieder schwer.
Dennoch: Es ist früher Abend, später gehe ich zum Sport und will versuchen, bei mir zu bleiben. Ich habe ausgewogen gegessen, hoffe auf ausreichend gesunde Energie für den langen Lauf durch den Wald. Ich will mich innerlich stark machen und dran bleiben. Am Sport und am Essenlernen. Ohne Kotzen.
Ergänzung: Donnerstag, 12.07.2018
Über das Zunehmen habe ich schon einmal im gleichnamigen Post geschrieben. Ich erschrecke selbst, wieviel Raum dieses Thema einnimmt. Für mich ist es (leider) nach wie vor Quelle des Unglücks, ganz existentiell.
Ergänzung: Donnerstag, 11.10.2018
Im Zwischenruf erzähle ich von einer ähnlich grenzüberschreitenden Situation, über die ich mir im Nachgang noch viele Gedanken gemacht habe.
Dennoch: Es ist früher Abend, später gehe ich zum Sport und will versuchen, bei mir zu bleiben. Ich habe ausgewogen gegessen, hoffe auf ausreichend gesunde Energie für den langen Lauf durch den Wald. Ich will mich innerlich stark machen und dran bleiben. Am Sport und am Essenlernen. Ohne Kotzen.
Ergänzung: Donnerstag, 12.07.2018
Über das Zunehmen habe ich schon einmal im gleichnamigen Post geschrieben. Ich erschrecke selbst, wieviel Raum dieses Thema einnimmt. Für mich ist es (leider) nach wie vor Quelle des Unglücks, ganz existentiell.
Ergänzung: Donnerstag, 11.10.2018
Im Zwischenruf erzähle ich von einer ähnlich grenzüberschreitenden Situation, über die ich mir im Nachgang noch viele Gedanken gemacht habe.
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Donnerstag, 14. Juni 2018
Fehltritt oder Rückfall: Ungeschönte...
...Wahrheit. Ohne E wie Erbrechen.
Für alle die, die nicht glauben wollen, dass es unmöglich sein kann, mit dem Essenverschlingen und Immerweiteressen aufzuhören. Für alle, die diese Fressanfälle so oder ähnlich auch kennen. Für alle die, die jeden Tag wieder aufs Neue versuchen, es besser zu machen. Nur Mut!
Fakten. Fakten. Fakten.
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| Fresszettel. |
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Montag, 23. April 2018
Überraschungsgrausen
Wunderbarer Horror.
Herzliches Willkommen. Schockschwere Not. Schnappatmung - Alarm! Blinkende Verbotsliste. Liebevollster Empfang. Mein großgewordener, ältester Sohn. Das Kümmern aushalten. Die Liebe annehmen, egal wie. Mitmachen. Mein Kind retten. Mich retten.
Überraschungen...
... sind nicht so meins. Ich bin abhängig von entsprechender Vorbereitung. Insbesondere wenn es ums Essen geht (3 geplante Mahlzeiten zu festen Uhrzeiten) oder ums Wiegen (immer dienstags und freitags) oder um Sport (montags und mittwochs und manchmal samstags) oder oder oder. Ich funktioniere nur mit Standards, die ich einhalten muss. Sonst wird die Nahrungsaufnahme ruckzuck zur Gefahr, der Bedarf zu groß, reißen meine Halteseile. Natürlich bin ich im Laufe meiner Therapie-Jahre durchaus geübter geworden im Umgang mit Planänderungen, nach wie vor sind sie jedoch eine große Herausforderung für mich.
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Freitag, 30. März 2018
Auf dem (Frauenkreuz)Weg
Mitgestalten und Abladen
Wie mich Zufälle und Fügungen den Evangelischen Frauen in Württemberg nahe bringen und worin es (zunächst) mündet.
Abschied.
Die letzten beiden Wochen waren in meinen Gedanken und Gefühlen völlig überdeckt vom Tod meiner Freundin Kirsten. Dieser Verlust erscheint so ungerecht und fürchterlich, dass mir die Worte fehlen. Wie kann mein Herz nur derart unvorbereitet sein, obwohl der Verstand im Vorfeld Zeit genug fürs Begreifen hatte? Alles in mir wehrt sich gegen das Verstehen!Entwicklung.
Letzten Sommer hatte ich ein Seminar besucht, dort Zeit zum inspirierenden Gespräch zwischen den Schulungsblöcken gefunden, Ideen gesponnen: Ich wollte mitmachen beim ökumenischen Frauenkreuzweg in Stuttgart. Ich war auf einen Zug aufgesprungen, der nun für mich viel zu schnell fuhr. Auf einmal werde ich gebeten zu liefern, muss mich nackig machen vor der Öffentlichkeit, bekomme Angst vor meinem eigenen (Über-)Mut.Auf dem Frauenkreuzweg, auf dem Weg.
Und jetzt ist es wieder soweit, es wird Ostern. Völlig verdrängt, passt das Fest plötzlich zu mir und zu meiner Stimmung. Denn zunächst ist heute Karfreitag. Ich begebe mich also auf meinen ersten Frauenkreuzweg. Jesus ist am Kreuz gestorben, auch für mich. Auch für mich? Gar nicht so sattelfest im Glauben, habe ich viele Fragen. Ich fühle mich getragen von den Frauen und Männern um mich herum, von der Musik, so dass ich mich trauen kann, vorzutragen, was ich zu sagen habe. Hinterher.
Ich komme nach Hause, brauche zuvor den Cappuccino im Café und die Fahrt in der U-Bahn zum Sammeln und Nachdenken. Zwei Stunden zuhörend und schweigend Unterwegssein durch die Stadt mit Ziel und Abschluss in der Hospitalkirche hinterlassen Eindruck. Ich fühle mich sortierter, ruhiger. Ich glaube, ich habe eine ganze Menge Ballast in der Hospitalkirche gelassen. Mir kommen die Tränen, so Vieles ist abzuladen. Es ist nicht alles gut. Doch es wird Ostern, auch für mich.
Ort:
Marktplatz/Ecke Schulstraße
Mein Vortragstext zum Nachlesen: Station 3, Essstörungen.
„Mama, toll, Du hast
wieder Nutella gekauft!!“
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Samstag, 2. Dezember 2017
Schlüsselsätze: Ein Überblick
Meine Schlüsselsätze.
Ich bin ein Schreiberling. In den letzten beinahe vier Jahren intensiver therapeutischer Erfahrungen sammelte ich meine Notizen in vier dicken Leitz-Ordnern. Was mache ich heute damit?Ich finde die Perlen!
Jetzt stecke ich fest in meiner Symptomatik und wühle mich durch meine Unterlagen mit dem Ziel, mir selbst Mut zu machen durch den Blick auf alte Hürden und deren erfolgreiche Überwindung. Dabei entdecke ich wahre Schätze, echte Perlen, Schlüsselsätze meiner Therapien.
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Dienstag, 21. November 2017
Im Dialog: Eindrücke von Station M3b7
Wir haben etwas zu sagen!
Auch während meines letzten Aufenthaltes in der Klinik habe ich auf Station M3b7 wieder wundervolle Frauen getroffen.
Einige
von ihnen aus dem Esskonzept kommen hier zu Wort. Ich danke Euch sehr, dass ich Euch diese Fragen stellen durfte: Karin, Isabell, Mitpatientin I, Valentina, Mitpatientin S.. Ich beantworte die Fragen in Form einer kurzen Selbstauskunft. Von jeder von Euch habe ich gelernt und Impulse mitgenommen - Ihr seid so klug! So verschieden wir sind, so sehr können wir einander manches Mal verstehen. Wir müssen uns voneinander abgrenzen, um uns unterstützen zu können. Wir dürfen Hilfe suchen und diese annehmen. Und noch vieles andere mehr - all' das habt Ihr mir gezeigt.
Mein Dank gilt ebenso den vielen anderen wunderbaren Menschen auf Station. Die Gespräche mit Euch haben mich gestärkt und wirken noch nach. Ihr alle: Macht es gut, bleibt mutig auf dem Weg, obgleich dieser voller Löcher und Fallstricke sein kann. Alles, alles Gute!
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Im Dialog: Valentina
Wir haben etwas zu sagen!
Während meines letzten Aufenthaltes in der Klinik
habe ich auf Station M3b7 wieder wundervolle Frauen getroffen. Einige
von ihnen aus dem Esskonzept kommen hier zu Wort. Sie teilen an
dieser Stelle ihre Erfahrungen und Gedanken. Herzlichen Dank an Euch
alle!Im Dialog mit Valentina.
Valentina, 23 Jahre alt, für 6 Wochen auf Station, Binge-Eating, geplante Magen-Operation
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Im Dialog: Karin
Wir haben etwas zu sagen!
Während meines letzten Aufenthaltes in der Klinik
habe ich auf Station M3b7 wieder wundervolle Frauen getroffen. Einige
von ihnen aus dem Esskonzept kommen hier zu Wort. Sie teilen an
dieser Stelle ihre Erfahrungen und Gedanken. Herzlichen Dank an Euch
alle!Im Dialog mit Karin.
Karin, 51 Jahre alt, 2. Mal für Intervall auf Station (5 Wochen), Binge-Eating
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SOS - Was tun im Notfall? Immer wieder gibt es Situationen, die kaum auszuhalten sind: Vor oder nach einem Fressanfall (FA), vor oder ...










