Mittwoch, 17. Januar 2018

Notfallplan: Telefonberatung

SOS - Was tun im Notfall?

 
Immer wieder gibt es Situationen, die kaum auszuhalten sind: Vor oder
nach einem Fressanfall (FA), vor oder nach dem Erbrechen, die tiefste oder eine beginnende Depression, der körperlich spürbare Kampf gegen den Rückfall, Schamgefühle, Gefühlschaos überhaupt, ewiges Gedankenkreisen, Einsamkeit ...

Wenn niemand da ist, wenn die Worte fehlen, hilft der Griff zum Telefon. Ich habe mehrfach selbst die Telefonseelsorge Stuttgart bemüht. In meinen Unterlagen bin ich außerdem auf die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) gestoßen.

Sie bietet eine Telefonberatung zu Essstörungen an:
Telefon 0221-89 20 31 

Montag bis Donnerstag: von 10 bis 22 Uhr
Freitag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr

Montag, 15. Januar 2018

Impuls aus der Romantik

Romantisch, auf dem Kopf.

Nicht für die Schule, fürs Leben lernen wir.

Wie mir ein Impuls von außen ins Auge springt, mir hartnäckig immer wieder einfällt, mich sehr nachdenklich hinterlässt und möglicherweise weiter bringt. Ins Tun kommen. Handeln. Jetzt aber wirklich?!

Ein kurzer Ausflug in die deutsche Literatur.

"Selbstdenken ist der höchste Mut. Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selbst handeln."
Bettina von Arnim, (1785 - 1859), deutsche Schriftstellerin und Vertreterin der Romantik, eigentlich Anna Elisabeth von Arnim, Schwester des Philosophen Clemens Brentano.

Hausaufgaben für die 12. Klasse, glaube ich.

Damals habe ich Bettina von Arnim kennen gelernt - und nicht so sehr gemocht. Doch tatsächlich kehrt die Erinnerung bruchstückhaft zurück, als ich das neue Programmheft vom Hospitalhof in der Hand halte: Gleich auf der 1. Seite will ein Zitat der Schriftstellerin von mir gelesen werden. Will sogar wiederholt gelesen werden. Und turnt seither in meinem Kopf herum.

Dienstag, 9. Januar 2018

Andere Blickweise

Bankgeheimnis anders.

Mensch, bin ich empfindlich.


Warum mich ein Seminarbesuch am Wochenende nicht nur bereichert, sondern auch erschüttert.

Der Hospitalhof in Stuttgart...

...ist für mich ein wunderbarer Ort. Ich mochte die Gegend schon immer, doch nach dem vorsichtigen Umbau vor einigen Jahren ist das Hospitalviertel noch schöner, noch offener, noch einladender geworden. Insbesondere der Raum um und in der Hospitalkirche bzw. dem Hospitalhof gefällt mir sehr. Es gibt Vieles auf den 2. Blick zu entdecken. Ich komme dort zur Ruhe.

Von der Familie befreit...

...habe ich ein Feldenkrais-Seminar besucht, zwei Tage nur für mich, zwei Tage etwas Neues kennen lernen.

Sonntag, 7. Januar 2018

Suchbild

Im Auge des Betrachters.


Was ist das? Ist das echt? Ein Spiegelbild? Verkehrt herum? Himmel und Erde? Was kann ich anfassen? Welches Material spüre ich in meiner Hand? An meiner Wange? Ist es warm oder kalt, hart oder weich? Spielen mir meine Sinne einen Streich? Wo bin ich in diesem Bild, in dieser Welt, bin ich da? Ein Suchbild. Schön.


Auflösung: Hospitalkirche in Stuttgart, ein Wintertag.

Donnerstag, 4. Januar 2018

Schlüsselsätze: Ins Tun kommen

Ins Tun kommen, etwas zu tun haben, etwas schaffen.

Regenbogen fürs Gemüt

Lange lag sie in der Ecke: Meine Wolle. In zwei Klappkisten stapeln sich hunderte Wollknäuele in allen Farben des Regenbogens. Vor einigen Jahren bin ich dem Boshi-Hype verfallen und habe insgesamt bestimmt 200 Mützen gehäkelt und gestrickt und verschenkt. Entsprechend groß ist mein Material- und Bücher-Fundus.

Handarbeiten ist Meditation.

Ich muss raus aus dieser Depression, brauche trotzdem meine Ruhe, meine Pause, ich will nichts tun müssen und auch nicht mehr nachdenken. Beim Aufräumen fand ich vor ein paar Tagen zufällig ein einzelnes Fadenende, daran ein großes Knäuel mit einem angefangenen Häkelstück sowie eine Häkelnadel. Nach kurzer Analyse habe ich das Teil aufgeribbelt, meine Bücher durchstöbert und mich an ein neues Modell gewagt. So ein kleiner Impuls führt mich also zurück zu meinem Hobby, zurück ins Tun, zurück zu einer kleinen Freude, zum Gefühl des Dranbleibenwollens und des Erfolghabens oder Etwasabschließenkönnens. Damit löse ich keines meiner Probleme, sie sind alle immer noch da, doch ich freue mich und fühle mich etwas leichter. Gut für den Moment. Das sollte ich mir merken: Ins Tun kommen gilt auch auf diese Weise.

Mittwoch, 3. Januar 2018

Innerer Kampf

Waren Sie ein angepasstes Kind?

 

Ja, sehr. 


Zahnkontakt
Diese Frage der Psychiaterin fällt mir ein. Meine Antwort lautete: Ja, sehr. Und ich bin eine angepasste Arbeiterin, Ehefrau, Mutter, Schwiegertochter.

Ich glaube, ich bin eigentlich ganz anders. Was ist echt, wer bin ich? - immer öfter drängt diese Frage in mein Bewusstsein, ich entdecke einen älteren post. Seit Jahren, schon immer vielleicht, lebe ich mit angezogener Handbremse. Auf dem Vulkan. Aber ich tanze nicht, sondern ich verstecke mich. Lebe so, wie ich annehme, dass man es tut. Leiste das, was vermutlich von mir erwartet wird. Ich fange auf und federe ab, ich beschütze und tröste. Die paar Mal, die ich ausgebrochen bin, habe ich gelernt, dass ich mit der Reaktion nicht umgehen kann, weil ich anecke. Also schlucke ich es runter. Und kotze es heimlich wieder raus. Dabei vergesse ich meine Träume, mein Ich-Mich, mein Leben. Jetzt ersticke ich daran. Weil ich weiß, was zu tun ist. Weil ich es nicht schaffe. Ich finde mich zum Kotzen.

Montag, 1. Januar 2018

Gnadenlos ehrlich

Noch ein Strafzettel - E.

Und ich habe es wieder getan. Besser: Wieder nicht geschafft. Was ist passiert?
Nichts für empfindsame Seelen, ich bin gnadenlos ehrlich. Bitte gut überlegen vor dem Weiterlesen. Auf eigene Gefahr sozusagen.

Situationsbeschreibung: Wie alles begann.

Ich will einfach nur meine Ruhe haben. Ich will, dass sie mich alle in Ruhe lassen. So. Punkt. Darum lasse ich sie - erstmals - den Silvester-Film alleine gucken. Endlich auf meinem Sofa, quasi unterm beleuchteten Weihnachtsbaum, bei meinem Buch angekommen, will ich mir nur ein Plätzchen zum Genießen gönnen. Ich habe es schon oft geschafft: Erst 1, dann 2, dann 3 und Schluss. Damit kann ich gut leben. Nicht so dieses Mal. Es sind nur noch 6 Plätzchen übrig, die ich alle essen muss. Viel zu schnell, das einzelne leckere Plätzchen geht in der Hektik verloren. So wie ich. Leider war das Abendessen reichhaltig (Blätterteig-Tasche mit Gemüse-Käsefüllung, davor Kürbissuppe), spontan denke ich ans Klo. Automatisch überlege ich: Wieviel habe ich getrunken? Intuitiv weiß ich, es war wenig. Vermutlich genau die richtige Menge für perfekt einfaches Erbrechen. 

Zeit für eine Pause

Umbrüche. Abschiede. Ich ziehe mich zurück, der Blog macht Pause. Gründe dafür gibt es viele, der Wichtigste: Mit dem Essen komme ich zurech...